Methode

Die Beratung orientiert sich hauptsächlich an der Existenzanalyse und insbesondere an ihrem Teilgebiet der Logotherapie, die der Wiener Neurologe und Psychiater Viktor Frankl (1905-1997) in den zwanziger und dreissiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts begründete. Frankl ging davon aus, dass das Leiden des Menschen seinen Ursprung in einem Sinnverlust hat.

Sinnvoll Leben heisst das tun, was als wertvoll empfunden und erkannt wird. Die existenzanalytische und logotherapeutische Beratung soll dabei helfen, diesen jeweiligen persönlichen Sinn zu finden. Der Sinn einer Situation besteht darin, die beste Möglichkeit zu verwirklichen – in Abhängigkeit von Gegebenheiten aber auch vom Potenzial eines jeden Menschen.

Von Viktor Frankl stammen über 400 Artikel und 31 Bücher, die in über 20 Sprachen übersetzt wurden. Eine seiner berührendsten Hinterlassenschaften ist das Buch “…trotzdem Ja zum Leben sagen”, in welchem er seine über zweieinhalbjährige Gefangenschaft in Konzentrationslagern der Nationalsozialisten schildert. Darin beschreibt er die Vorgänge, die im Menschen unter KZ-Greueln ablaufen, aus Sicht eines Psychiaters.

Wesentlich erweitert wurde die Methode der Existenzanalyse in den vergangenen rund 25 Jahren von der Gesellschaft für Logotherapie und Existenzanalyse Wien (GLE), namentlich durch den Mediziner und Psychologen Alfried Längle.

Die Ausbildung zur existenzanalytischen Beraterin bei der IGEAP in Bern dauert zwischen drei und vier Jahren. Sie beinhaltet eine mindestens zweijährige Supervisionsphase.

«Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben – aber es hat nur ganz genau so viel Sinn,
als wir selber ihm zu geben imstande sind.»
Hermann Hesse